In den Ohren klingen gedämpfte
Dubstepbeats, in meinem Mund vermischt sich langsam der Geschmack von
Zigaretten mit der wohligen Taubheit, die sich über den verlebten
Abend eingestellt hat. Nicht nur die Hoffnung auf ein spannenderes
Hobby, sondern auch das öfters bestätigte Talent darin, dienten als
Ansporn etwas mehr als nur die üblichen zwei Zeilen langen Posts auf
diversen- nur zur idealen Selbstdarstellung ausgelegten sozialen
Netzwerken- zu veröffentlichen.
Doch da ich mindestens genauso faul wie
poetisch bin, bitte ich- so absurd die Vorstellung auch ist- die
Erwartungshaltung am besten möglichst gering zu halten; vorallem was
die Quantität der Beitrage betrifft. Vor einem Jahr hatte ich den
ersten lyrischen Anfall, doch so schnell die Idee aufkam, war sie
auch schon wieder Weg. Ich bin bisher wo es nur ging mir gestellten
Arbeiten und Aufgaben aus dem Weg gegangen, damit durchgekommen und
sehe deswegen nun nicht im Ansatz die Notwendigkeit es zu ändern,
nur weil genau du gerne liest was ich verfasse.
Während ich also weiter in einer Flut
grenzenlosem Narzissmus zu ertrinken drohe, nehme ich den nächsten
Schluck aus meinem mit verschreibungspflichtigen Medikamenten
gestrecktem MountainDew und wende mich mehr aus Reflex als Interesse
dem Fernseher zu. Unbeeindruckt schalte ich zwischen Werbeblöcken
hin und her bleibe kurz bei einem schlechten Italowestern hängen.
Ich sollte meine Erwartungshaltung im allgemeinen, und um diese
Uhrzeit im besonderen stark anpassen. Die Erwartungshaltung, die
mich zum Glück nach kurzer Zeit zwingt, den rettenden Ausknopf zu
drücken.
Ausknopf-Schlafen-Gute Nacht.