Samstag, 23. März 2013

Let's make a good one.


In den Ohren klingen gedämpfte Dubstepbeats, in meinem Mund vermischt sich langsam der Geschmack von Zigaretten mit der wohligen Taubheit, die sich über den verlebten Abend eingestellt hat. Nicht nur die Hoffnung auf ein spannenderes Hobby, sondern auch das öfters bestätigte Talent darin, dienten als Ansporn etwas mehr als nur die üblichen zwei Zeilen langen Posts auf diversen- nur zur idealen Selbstdarstellung ausgelegten sozialen Netzwerken- zu veröffentlichen.

Doch da ich mindestens genauso faul wie poetisch bin, bitte ich- so absurd die Vorstellung auch ist- die Erwartungshaltung am besten möglichst gering zu halten; vorallem was die Quantität der Beitrage betrifft. Vor einem Jahr hatte ich den ersten lyrischen Anfall, doch so schnell die Idee aufkam, war sie auch schon wieder Weg. Ich bin bisher wo es nur ging mir gestellten Arbeiten und Aufgaben aus dem Weg gegangen, damit durchgekommen und sehe deswegen nun nicht im Ansatz die Notwendigkeit es zu ändern, nur weil genau du gerne liest was ich verfasse.

Während ich also weiter in einer Flut grenzenlosem Narzissmus zu ertrinken drohe, nehme ich den nächsten Schluck aus meinem mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gestrecktem MountainDew und wende mich mehr aus Reflex als Interesse dem Fernseher zu. Unbeeindruckt schalte ich zwischen Werbeblöcken hin und her bleibe kurz bei einem schlechten Italowestern hängen. Ich sollte meine Erwartungshaltung im allgemeinen, und um diese Uhrzeit im besonderen stark anpassen. Die Erwartungshaltung, die mich zum Glück nach kurzer Zeit zwingt, den rettenden Ausknopf zu drücken.

Ausknopf-Schlafen-Gute Nacht.

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